Wie geht es dir mit deinen Vorsätzen, falls du welche gefasst hast? Ziehst du noch voll durch oder bist du schon wieder im alten Alltag?

Oder gibt es bei dir gar keinen Grund für Neujahrsvorsätze, weil es in deinem Leben nichts zu verändern gibt, weil alles genau so ist, wie du es dir wünschst? Herzlichen Glückwunsch. Dann brauchst du nicht weiter zu lesen.

Oder findest du Neujahrsvorsätze Quatsch, weil sie eh nichts nützen?

Tatsächlich versanden etwa 80% der Vorsätze bis irgendwann im Februar. Warum? Wenn doch da ein Willen ist, etwas zu verändern, warum klappt das denn nicht?

Da gibt es mehrere Gründe.

Häufig sind die Vorsätze viel zu gross, viel zu mutig. Dann wird es viel zu schnell, viel zu anstrengend und es wird aufgegeben sobald die Anfangseuphorie vorüber ist. Also wähle Baby-Schritte hin zu deinem Ziel, steigere dich nur sehr langsam. Die kleinen Schritte sollten so wenig Energie kosten, dass du sie auch tun kannst, wenn es dir gerade nicht so gut geht, du müde bist, du gestresst bist oder sonst etwas dazwischen grätscht. Du solltest damit rechnen, dass der Moment kommt, wo du keine Lust hast das zu tun, was du dir vorgenommen hast. Dann bist du darauf vorbereitet und die Chance ist viel grösser, dass du es dann trotzdem tust. Du kannst dir sogar eine Strategie überlegen, die dich dann unterstützen könnte. Was du gar nicht essen möchtest, solltest du gar nicht erst einkaufen. Was du benötigst, sollte griffbereit liegen. Womit könntest du dich belohnen?

Wenn du etwas dauerhaft ändern möchtest, musst du es zu einer Gewohnheit machen. So, wie das Zähneputzen. Etwas, was du jeden Tag tust und gar nicht mehr überlegst, ob du es vielleicht auch einfach mal sein lassen könntest. Es erfordert Kontinuität, also regelmässiges Tun. Es ist ein Training. Am besten geht es, wenn du das Neue, das was zur Routine werden soll, an eine Tätigkeit knüpfst, die du sowieso regelmässig tust. Z.B. „Immer wenn ich zur Türe rein komme (tust du sowieso), hänge ich meinen Hausschlüssel an seinen Haken (neue Gewohntheit)“. Immer bevor ich meine Zähne putze, mache ich 3 Kniebeugen. Oder, oder, oder.

Und noch ein Grund. Vorsätze sind zu schwach. Du könntest es ja mal versuchen. Wenn du es doch nicht schaffst, ist es ja nicht schlimm, es merkt ja niemand… Treffe lieber Entscheidungen. Schreibe sie auf. Mache einen Vertrag mit dir selber. Und am besten erzählst du es mindestens ein paar Menschen. Denn die könnten dich in einem Monat fragen, wie es dir geht mit deiner Entscheidung. Also die merken es dann, wenn du aufgegeben hast. Die Selbstverpflichtung wird dadurch stärker. Noch stärker werden kann sie z.B. mit einem finanziellen Einsatz. Je höher der Einsatz umso stärker die Selbstverpflichtung. Die Fitness-Studios sind meistens im Januar besonders voll, also dieser finanzielle Einsatz scheint für viele Menschen nicht gross genug zu sein um beim Durchhalten zu helfen.

Sie sind negativ formuliert. Z.B. weniger Stress, nicht mehr rauchen, keine Süssigkeiten mehr essen. Versuche jetzt mal NICHT an einen rosaroten Elefanten zu denken :-)…. ich denke, du verstehst, was ich meine. Unser Gehirn kann mit Verneinungen nicht umgehen, es lässt sie einfach weg. Aus weniger Stress wird so Stress, aus nicht mehr rauchen wird mehr rauchen, usw.

Wenn du etwas gar nicht wirklich willst, aber einfach einen Neujahrsvorsatz fasst, weil alle es machen, ja, dann ist es ja logisch, dass du nicht durchhalten wirst.

Du solltest dir wirklich im Klaren sein, WOZU du etwas tun möchtest. Was ist der wirkliche Grund. Was möchtest du erreichen. Was möchtest du ändern. Was soll sich dadurch bessern. Wie wirst du dich fühlen, wenn du es erreicht hast? Lohnt sich der Aufwand dafür? 

Es kann auch sein, dass Neujahr ein schlechter Zeitpunkt ist. Vielleicht bist du gerade mit anderen Dingen voll beschäftigt und hast jetzt gar keine Kapazität für Veränderung. Du kannst jeden Tag eine Entscheidung treffen, etwas zu ändern, wenn du das Bedürfnis dazu hast. Du kannst es auch nach dem Urlaub tun, an deinem Geburtstag, oder wirklich an jedem Tag.

Ja, und wenn du nicht so genau weisst, wie du dein Ziel eigentlich erreichen kannst, dann kann es auch schwierig werden. Wenn du ungeeignete Massnahmen ergreifst und der erste Erfolg ausbleibt, dann kann es wirklich schwierig werden. Also, wenn du unsicher bist, dann informiere dich erstmal. Recherchiere erstmal. Oder hole dir sogar professionelle Hilfe. Das kann manchmal sehr hilfreich sein. Wir müssen nicht alles alleine schaffen. Eigentlich ist es sogar total überheblich, wenn wir denken, dass wir alles alleine schaffen können.

Aber. Auch wenn du all diese Punkte berücksichtigst. Du möchtest wirklich etwas verändern. Und du hast eine Entscheidung getroffen. Nur eine Sache. Ein ganz kleiner Schritt. Gekoppelt an eine Tätigkeit, die du sowieso schon täglich tust. Du hast einen Vertrag mit dir selber geschlossen. Schriftlich natürlich. Und positiv formuliert. Und mit einem Datum. Du hast dein Ziel gut sichtbar aufgehängt. Einige Menschen wissen von deinem Vorhaben. Oder du machst es mit anderen zusammen. Vielleicht hast du auch finanziell etwas investiert. Einen Kurs gebucht vielleicht oder ein Coaching. Du weisst genau wozu du es tun möchtest. Du hast dein Ziel auch visualisiert. Mit den guten Gefühlen dazu. Du hast Strategien für den Fall, dass Hindernisse auftauchen. Du weisst genau wie es geht und hast einen konkreten Massnahmenplan mit den aufbauenden kleinen Schritten.

Auch dann kann es passieren, dass es schwierig wird oder du sogar scheiterst.

Warum nur? Weil immer dann, wenn du etwas änderst, etwas anders machst, ist das für dein System und deinen inneren Schweinehund (der ein Teil deines Systems ist) erst mal unbekannt und somit potenziell gefährlich. Dein System weiss nicht, was da auf dich zukommen könnte, es könnte ja wirklich gefährlich werden. Und das muss um jeden Preis vermieden werden, also wird alles getan um dich davon abzuhalten diese neuen, gefährlichen Sachen zu tun. Es wird erstmal Alarmzustand hergestellt, also Stresshormone ausgeschüttet. Das kann sich sehr verschieden äussern. Vielleicht hast du einfach irgendwie ein komisches Gefühl, wenn du an dein Vorhaben denkst. Vielleicht bist du immer dann, wenn du es tun möchtest plötzlich soo müde. Oder es wird dir eng in der Brust oder schwer im Bauch. Oder du hast die Nase voll (Schnupfen), oder du wirst krank und somit ausgebremst. Wenn du wieder gesund bist, hast du dein Vorhaben vielleicht vergessen? Ja, da können wir mit lauter unangenehmen Gefühlen konfrontiert werden. Wenn wir es merken ist das super, denn diese Gefühle können wir mit EFT bearbeiten und so den Stress reduzieren. Wir sagen damit quasi unserem System, dass unser neues Vorhaben wirklich nicht gefährlich ist. So einfach ist es. Einfach klopfen, wenn du irgend etwas unangenehmes spürst, wenn du keine Lust hast zu tun, was du dir vorgenommen hast.

Falls es etwas in deinem Leben gibt, was du wirklich verändern möchtest. Weil es wirklich nicht mehr so weiter gehen kann, weil du wirklich darunter leidest oder dir wirklich Sorgen machst. Und wenn du es schon ein paar Mal versucht hast, es aber nicht wirklich geklappt hat, oder du das Scheitern lieber gleich vermeiden möchtest, dann melde dich doch bei mir und wir besprechen gemeinsam, ob und wie ich dich allenfalls unterstützen kann.

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